| Krisengezwitscher: Düsseldorfer Studentin gewinnt Nachwuchs-Preis mit Studie zur Twitter-Nutzung von TEPCO |
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| Freitag, den 30. März 2012 um 16:36 Uhr |
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Wie hat der japanische Energiekonzern TEPCO in den zwei Monaten nach den Naturkatastrophen in Japan und dem Vorfall im Fukushima-Kraftwerk im März 2011 den Internetdienst Twitter zur (Krisen-) Kommunikation genutzt? Dieser Frage widmete sich die Düsseldorfer Studentin Ulrike Ezold in ihrer Bachelorarbeit und konnte dabei optimal Fragestellungen aus ihrem Haupt- und Nebenfach (Modernes Japan und Informationswissenschaft) kombinieren. Dazu hat sie die Tweets, die der Konzern im Untersuchungszeitraum veröffentlicht hat, inhaltlich ausgewertet und zu offiziellen Pressemeldungen von TEPCO in Beziehung gesetzt. Eine Kurzversion der Ergebnisse präsentierte sie nun im Rahmen der DGI-Konferenz zum Thema „Social Media & Web Science – Das Web als Lebensraum“, die am 22. und 23. März in Düsseldorf stattfand. Die aktuelle Brisanz des Themas sowie die Anwendung inhaltsanalytischer Methoden im Microblogging-Dienst Twitter haben dort das Interesse der Konferenzteilnehmer geweckt – und die Jury überzeugt: Ulrike Ezold gewann mit ihrem Beitrag den mit 500 Euro dotierten ersten Platz des Young Information Professionals (YIP) Awards. Auch zwei weitere Düsseldorfer Studentinnen durften sich freuen: Julia Herget und Lena Sablowski belegten mit ihrem Poster zur Fragestellung „Nutzen Jungwähler das Angebot der E-Information zur politischen Bildung?“ den dritten Platz. Sie haben in qualitativen Interviews Jungwähler zu ihrem Informationsverhalten im Social Web befragt. Dabei ging es insbesondere auch darum, ob politische Informationen in Social Media Angeboten eine Rolle spielen und ob offizielle Angebote zur E-Information wahrgenommen werden. Platz zwei ging an einen Beitrag von der Technischen Universität Chemnitz. Christian Schieder und Anja Lorenzwidmeten sich in ihrem Vortrag „Pathogene Phänomene im Kontext der Nutzung sozialer Medien“ der dunklen Seite des WWW. Sie schlüsseln auf, wie sich Social Media auf persönlicher, gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Ebene negativ auswirken können und gehen dabei beispielsweise die Facebook-Depression und Cyber-Bullying ein. Siegerehrung bei der DGI-Konferenz. Von links nach rechts: DGI-Präsident Stefan Gradmann, Angelika Lex (Elsevier), YIP-Programm-Koordinatorin Kathrin Knautz und die Preisträgerinnen Anja Lorenz, Lena Sablowski und Julia Herget. Foto: Agnes Mainka. Kontakt: Ansprechpartner zur DGI-Konferenz an der Uni Düsseldorf: |







